Keine Typenprüfung von Amateurfunk-Geräten!
www.QRRR.ch
der Amateurfunk-Dienst 

Version 24. Jan. 2010

 

Das Internationale Radioreglement definiert den Amateurfunkdienst wie folgt:
ITU RR 1.56
amateur service: a radiocommunication service for the purpose of self-training, intercommunication and technical investigations carried out by amateurs, that is, by duly authorized persons interested in radio technique solely with a personal aim and without pecuniary interest.

 

Ein wesentlicher Bestandteil des Amateur-Funk-Dienstes sind also technische Experimente (technical investigations) Funkamateure sind bekanntlich keine Laien, sondern sehr oft sehr qualifizierte Fachspezialisten, welche fachlich sehr wohl in der Lage sind, Geräte selber zu entwickeln und zu bauen oder existierende Geräte abzuändern. Experimente beschränken sich ja nicht "nur" auf Wellen-Ausbreitungs-Versuche, sondern befassen sich sehr oft mit dem "Innenleben" der eingesetzten elektronischen und elektrischen Gerätschaften, inklusive Software. Amateurfunkgeräte (inkl. Software) sind in jedem Fall Versuchsaufbauten, auch wenn Komponenten oder das Grundgerät vom Amateur fertig eingekauft werden. Im Klartext: ein Amateurfunker betreibt ein Elektronik-Labor (Forschungs- und Entwicklungs-Labor). Personen, die Amateurfunker sind bzw waren, haben in der Vergangenheit ganz wesentlich zum technischen und wissenschaftlichen Fortschritt in unserer Gesellschaft beigetragen.

Wem käme es nun in den Sinn, den Hochschulen und der Industrie Vorschriften zu machen, welche elektronischen Schaltungen in ihren Labors gebaut werden dürfen, welche Messgeräte dabei eingesetzt werden und wie die Tests verlaufen müssen ? Die Techniker und Ingenieure würden das Land reihenweise verlassen.

Die neuen Bakom-Merkblätter sind ein direkter Angriff auf diesen Grundpfeiler des Amateurfunk-Dienstes. Es wird versucht, dem Amateur-Funk mit zumeist sachlich und gesetzlich unbegründeten Über-Regulierungen eine seiner Grundlagen zu entziehen. Welche Absicht wirklich dahintersteckt, bleibt dem Schreibenden verborgen.

Das CE-Zeichen: der Gesslerhut des 21. Jahrhunderts !