Keine Typenprüfung von Amateurfunk-Geräten!
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Bürger und Staat

Version 24. Jan. 2010

Überregulierung und die zunehmende Frustriertheit des Bürgers über die Politik und die Verwaltung
(oder ist «die Faust im Sack» der einzig richtige Weg ?)

Was Peter W. Frey, HB9MQM im April-HB-Radio 2/2009 schreibt
hätte damals eigentlich alle Amateurfunker wachrütteln sollen: «...Vorschriften aber, deren Sinn die Betroffenen nicht nachvollziehen können, sind gefährlich. Sie fördern die Verdrossenheit der Bürger gegenüber dem Staat. Niemand soll sich wundern, wenn die Funkamateure mit zivilem Ungehorsam reagieren und die Vorschriften über den Weiterverkauf einfach ignorieren.»
Ich kann diesen Satz zu einhundert Prozent unterschreiben und danke Peter für seine klaren Worte.

Bei Amateurfunk-Flohmärkten werden wir
«Wachen» aufstellen müssen, die das Herannahen von Bakom-Funktionären (verstärkt mit Polizei-Detachementen), melden und ihnen den Zugang verwehren oder zumindest so lange verzögern, bis die «Deliktgegenstände» versteckt worden sind.
Das kann es doch nicht sein !
Razzien mit Konfiszierungen haben bei Händlern bereits stattgefunden. Das Bakom wird auch andernorts offensiv vorgehen - man wäge sich keinesfalls in falscher Sicherheit !
Die von Peter
W. Frey angesprochene Regulierungswut der Bundesverwaltung macht nur vor denjenigen Halt, die sich vehement zur Wehr setzen. Völlig unnötige und sachlich unbegründete Vorschriften und Einschränkungen, die niemandem einleuchten und schon gar niemandem nutzen, führen zur kontinuierlich steigernden Wut des Bürgers gegen die Staatsorgane, welche ja vom Bürger bezahlt werden und ihm Dienstleistungen zu erbringen haben. Nicht umgekehrt. Die heutige Entwicklung der Dinge mahnt zunehmend an die Grusspflicht des Gessler-Hutes die wir seit siebenhundert Jahren in diesem Land abgeschafft geglaubt haben.

Der Bürger wird unmündig erklärt und steht im Generalverdacht
Anstatt die Eigeninitiative der Bürger zu stärken, die (technische) Kreativität zu fördern, den Innovationsgeist zu beflügeln, gibt es Kreise in unserer Gesellschaft und der Bundesverwaltung, welche das Gegenteil davon anstreben. Die Schweiz steht im internationalen Wettbewerb weitgehend alleine da und ist selber für ihre Zukunft verantwortlich. Es ist sehr wohl relevant, welchen Spielraum, welche Eigenverantwortung und welche Entfaltungsmöglichkeiten wir unseren Bürgern und ganz besonders unserer jüngeren Generation bieten. Man denke an den Amateurfunker-Nachwuchs und was für verheerende langfristige Folgen solcher Freiheits-Entzug bewirkt !

Der Stellenwert der Technik, der Industrie und des Handwerks:
Forschung, Technik, Industrie und Handwerk und weitere produzierende Tätigkeiten sind für unser Land wertvoller und weitaus wichtiger einzustufen als die charakter- und verantwortungslos-gierige Finanzindustrie, die das Land fast in den Abgrund gerissen hat - und dem Bund keine andere Möglichkeit blieb, mit Milliardensubventionen ein durch und durch marodes Gebilde zu stützen. Wieso sind hieraus keine Lehren gezogen worden ? Wieso fährt man einfach in der gleichen Schiene weiter ?
Jeder Amateurfunker wird «aufgehängt» und drangsaliert, nur weil er keinen CE-Kleber auf seinen Geräten hat. Wo ist hier die Verhältnismässigkeit staatlichen  Denkens und Handelns ?

Wie reagiert der Bürger-Amateur-Funker ?
Die grosse Mehrheit wird sich um die Bakom-Bestimmungen foutieren und das Hobby in Eigenverantwortung weiterbetreiben. Wohl darauf hoffend, dass die Gesetze und Verordnungen – wie in vielen anderen Bereichen – zwar existieren, aber nicht angewendet werden. Sich darauf verlassend, dass sich die Nicht-Durchsetzung von Gesetzen und Verordnungen auch in diesem Bereich zunehmend ausbreitet (siehe Gewaltvergehen, Auto-Raser, Drogen-Dealer, Vergewaltiger, Jugen-Gewalt etc). Die nurmehr punktuell selektiv erfolgende Durchsetzung von Bestimmungen erweckt beim Bürger den Eindruck von Willkür (Fallen-Stellerei).
Der
«alte Hase
» (erfahrener, mündiger Bürger) weiss natürlich, dass der nun erfolgte  Abbau der Rechte des Amateur-Funkers nicht hier aufhört, sondern weitergehen wird. Ein altes Sprichwort sagt nicht zu unrecht: «Gib den kleinen Finger, und man nimmt die ganze Hand».
Und: «wehret den Anfängen».

 

 

Das CE-Zeichen: der Gesslerhut des 21. Jahrhunderts !