Keine Typenprüfung von Amateurfunk-Geräten!
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wieso das ganze ? 

Version 3. Jan. 2010

Über die Gründe, weshalb dem Schweizerischen Amateurfunkdienst nun ganz wesentliche, bisher völlig unbestrittene Rechte weggenommen werden, kann man nur Mutmassungen anstellen. Aufgrund der Fakten gesichert ist hingegen, dass eine Gruppierung in der Bundesverwaltung (Bakom ? Comcom ? UVEK ?)dem Amateurfunkdienst  bleibenden Schaden zufügt.

Wenn Sie die Ursache eines Vorgangs oder ("man made") Phänomens nicht kennen, ist es immer ausserordentlich wichtig, zuerst zu fragen: "Wem nützt es?"
Es gibt keine "man-made" Events, die niemandem etwas nützen.

Vermutungen gehen in folgende Richtungen:

  • Bedeutungslosigkeit (Marginalität) des Amateurfunks: Das Bakom und die Comcom befassen sich zur Hauptsache mit den kommerziellen Telecom-Anbietern (Swisscom, TDC, Orange etc). Da geht es um Millionen und Milliarden (Interkonnektionsgebühren, Nummerierungen, Schnittstellen etc). Dieser Regulierung des kommerziellen Telecom-Marktes gilt verständlicherweise heute und morgen das Hauptaugenmerk der Bakom-Spezialisten und der Bakom-Führung. Dies ist durchaus nachvollziehbar. Nur: dabei gehen die Interessen des Amateurfunkdienstes leider "drauf" ! Meine Hauptvermutung ist deshalb, dass man den Amateurfunkdienst schlicht und einfach vergessen hat ! Respektive dem Amateurfunkdienst Null Priorität einräumt ! Siehe auch OV-UVEK.

  • Vereinfachung: Durch den faktischen Entzug der Komponente "Technik" soll dem Amateurfunk die Existenzberechtigung weggenommen werden, um ihn mit dem "Jedermannfunk" zusammenlegen zu können. Dies vereinfacht dem Bakom die Arbeit wesentlich.

  • Powerline (PLC, Internet/Ethernet über das Stromnetz): Für das Bakom ist der Amateurfunkdienst unrentabel. Die Konzessionsgebühren decken vermutlich die Aufwendungen, welche in zunehmenden Masse für die Reinhaltung der Kurzwellenbänder getrieben werden müssen resp müssten, kaum und in Zukunft schon gar nicht mehr (Rasenmäher, Powerline-Ethernet und dergleichen). Das Bakom wäre ja gesetzlich verpflichtet, gegen Powerline-Hersteller und -Anwender massiv vorzugehen, da diese Anlagen krass gegen die gesetzlichen Vorschriften verstossen. Das Bakom hat es vorgezogen (Korruption als Grund können wir ja in der Schweiz zum Glück völlig ausschliessen), diesem Treiben ziemlich tatenlos zuzusehen und nichts wesentliches zu unternehmen.  Für das Bakom ist es deshalb wirtschaftlich interessanter, den Amateurfunkdienst Schritt für Schritt aufzuheben. Dies ist nun der erste Schritt.
    Zur Verteidigung des BFE und des Bakoms muss fairerweise gesagt sein, dass offenbar jetzt (ab 1.1.2010) doch gegen die PLC-Störer vorgegangen werden soll (mit der Revision der EMV-Verordnung).

weitere Ideen / Vermutungen sind willkommen !

Das CE-Zeichen: der Gesslerhut des 21. Jahrhunderts !